Der Betrug mit der falschen Carte Vitale
Ein missbrauchter öffentlicher Dienst, weil er jedem Vertrauen einflößt.
Diese Nachricht behauptet, dass Ihre Carte Vitale abläuft, dass eine Aktualisierung nötig sei oder dass eine Erstattung für Sie bereitliege. Sie nutzt das nahezu allgemeine Vertrauen in die Krankenkasse und die Tatsache aus, dass jeder eine Carte Vitale besitzt. Der Link führt zu einem Formular, das Sozialversicherungsnummer, Bankverbindung und manchmal einen Ausweis verlangt — genug für einen vollständigen Identitätsdiebstahl.
Wie dieser Betrug funktioniert
Die gefälschte Seite übernimmt das grafische Erscheinungsbild des öffentlichen Dienstes und fordert ein weit breiteres Spektrum an Daten an als ein einfacher Kartenbetrug: Personalien, Sozialversicherungsnummer, Bankverbindung, manchmal einen Nachweis. Dieses Bündel erlaubt anschließend die Eröffnung von Konten oder den Abschluss von Krediten im Namen des Opfers. Genau das verschärft die Folgen dieses Betrugs gegenüber dem Paketbetrug, bei dem nur das Zahlungsmittel offengelegt wird.
So erkennen Sie ihn
- Die Carte Vitale hat kein Ablaufdatum, das man online gegen eine Zahlung erneuern müsste.
- Das Formular verlangt eine Bankverbindung oder eine Karte, obwohl eine Erstattung niemals verlangt, eine solche über einen Link einzugeben.
- Die Adresse der Seite ist nicht die offizielle Domain unter ameli.fr, oft mit einem eingeschobenen Wort oder einem überzähligen Bindestrich.
- Die Nachricht nennt Sie nicht beim Namen, obwohl Ihre Kasse Ihre Identität genau kennt.
Was tun, nachdem Sie diese Nachricht erhalten haben
- 1
Lassen Sie den Link beiseite
Erreichen Sie Ihr Konto, indem Sie die offizielle Adresse selbst eintippen, oder nutzen Sie die bereits auf Ihrem Telefon vorhandene App.
- 2
Sehen Sie Ihre Erstattungen direkt in Ihrem Konto nach
Jede echte Erstattung wird dort angezeigt. Erscheint sie nirgends, handelt es sich bei der Nachricht um Betrug.
- 3
Leiten Sie an die 33700 weiter
Leiten Sie die SMS weiter und schicken Sie dann die Absendernummer zurück, sobald der Dienst sie verlangt.
- 4
Behalten Sie Ihre Konten in den folgenden Wochen im Auge
Wenn Sie Daten preisgegeben haben, kann ein Identitätsdiebstahl erst später auftauchen: Überwachen Sie Kontoauszüge und unerwartete Post.
Die unbedingt zu vermeidenden Reflexe
- •Teilen Sie Ihre Sozialversicherungsnummer niemals über einen Link mit, den Sie per SMS bekommen haben.
- •Verschicken Sie niemals ein Foto Ihres Ausweises als Antwort auf eine unaufgeforderte Nachricht.
- •Tippen Sie Ihre Konto-Zugangsdaten nicht auf einer über eine SMS erreichten Seite ein, selbst wenn sie in allen Punkten mit dem Original identisch wirkt.
Ihre häufigen Fragen
Q01Verschickt die Krankenkasse wirklich SMS?
Ja, für Erinnerungen oder Informationen, aber niemals, um über einen Link Bankverbindung, Zahlung oder Identitätsnachweis zu verlangen.
Q02Ich habe das Formular ausgefüllt, wie geht es weiter?
Ändern Sie das Passwort Ihres Kontos, benachrichtigen Sie Ihre Bank, falls Sie eine Bankverbindung oder Karte angegeben haben, und folgen Sie dann dem Vorgehen von cybermalveillance.gouv.fr.
SMS Anonyme unterhält keinerlei Verbindung zu den auf diesen Seiten erwähnten Einrichtungen, die nur genannt werden, weil Betrüger ihren Namen missbrauchen. Unser Dienst beschränkt sich im Übrigen auf persönliche und einmalige Sendungen von einer verdeckten Nummer aus: Er verbreitet weder Kampagnen noch Werbenachrichten und kann nicht die Quelle einer betrügerischen SMS sein, die unter unserem Namen oder dem eines Dritten empfangen wurde.
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